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Françoise Marmy
     

Dans un jardin à Barcelone

Françoise Marmy leitet die Pflanzenworkshops seit über fünfzehn Jahren in der Schweiz und Frankreich. Sie hat sich eine umfassende Kenntniss über die Natur erworben im Laufe ihrer Wanderungen und Reisen.
Sie widmet sich auch sehr der Umsetzung halbwildwachsender Gärten in Verbindung mit guten „Unkräutern“ sowie vergessener Gemüsen. Sie hat mit François Couplan darüber ein Buch herausgebracht, Der Naturgarten.

Immer wieder erweitert sie ihre Kenntnisse auf Botanikexkursionen und studiert Heilkräuter.

Cueillant les pissenlits à Massonnens

Meine Entdeckung der Pflanzenwelt

Seit meiner Kindheit haben mich die Pflanzen begleitet, denn wir lebten in einem noch gut bewahrten und artenreichen Gebiet. Die naturbelassenen Landstriche bei uns schenkten Freude und Entdeckungsreichtum in großer Mannigfaltigkeit: trockene Böschungen, Feuchtwiesen, kleine Laubwälder, Bäche neben den Wegen und die große Hecke neben dem Wasserlauf. Das war unser Lieblingsplatz um Hütten zu bauen, auf den Bäumen herumzuklettern und für Indianerspiele ... all diese Stellen waren voller Blumenteppiche, die ich vor meinen Auge habe als wäre es gestern. Glückselig gingen meine Schwestern und ich die ersten Frühlingsblumen pflücken. Ich suche diese Ecken immer wieder auf, um davon zu träumen oder ins Gras zu legen mit dem Duft der Wiesenblumen.

Da wir am Ortsrand wohnten verbrachte ich viel Freizeit gedankenverloren umherstreifend in diesen einladenden Winkeln. Ich denke, diese Gebiete haben mich grundlegend geprägt und die Pflanzen waren immer in ihrer tröstenden Anwesenheit da in ihrem großem Rückhalt in meinen jungen Jahren.

Mit siebzehn verlangte unser Biologielehrer im Gymnasium die Erstellung eines Herbariums mit 50 Pflanzen. Während vieler Jahre blieb es vergessen auf dem Dachboden bei meinen Eltern. Als ich es 15 Jahre später wiederfand, welche Überraschung es heil wiederzufinden, nach allen Regeln der Kunst getrocknet und beschriftet gab es die Pflanzen mit dem lateinischen Namen, Datum, Fundort usw.. Mein ganzes Können habe ich hineingelegt.

Heute aber ist das Paradies meiner Kindheit und all dieStimmungen verschwunden: Grundstückszusammenlegung, eingeebnete Böschungen, Drainagierung, Beseitigung der Hecken ... das Land ist tot geworden für die Intensivlandwirtschaft.

An unserem jetzigen Wohnort ist die Vielfalt nicht mehr groß, aber ums Haus herum ziehe und begünstige das Aufkommen aller Wild- und Kulturpflanzen, Schmuckpflanzen, Heilkräuter und Honigpflanzen usw. Die guten „Unkräuter“ haben im Garten ihren Platz. Von den ersten Frühlingsknospen bis zum Winterbeginn ernte und koche ich für meine Familie sehr vitaminreiche und schmackhafte Gerichte. Wenn François seine umfangreiche Schreibarbeit konzentriert an seinem PC macht, mache ich tausend Handgriffe, um diesen großen Haushalt und Grund herum in Schwung zu halten, die Sippschaft zu ernähren, das Leben der Kinder zu betreuen, den Garten zu machen ... Es stimmt, ich säe gerne, pflanze, richte ein Fleckchen Erde nach dem anderen her, verschönere das Haus und sein Umfeld.

Françoise devant la ferme de Massonnens

Ich brauche es und finde es toll zu entwischen, mit Botanikerfreunden ins Freie zu gehen.

Nicht so alltägliche Gebiete zu entdecken mit ihrem reichem botanischem Schatz. Welch Staunen so im März die rosaroten Sterne der Lichtblume (Herbstzeitlose) zu entdecken auf dem trockenen Gras in den Follatères (Wallis) oder das unglaubliche Schauspiel tausender Schachbrettblumen auf den Feuchtwiesen nahe Morteau. Jeder Fleck mit blühendem Wildwuchs erfüllt mich mit Freude.

Neben meiner Rolle als Mutter, Hausfrau, Gärtnerin, “Sekretärin”, habe ich wesentlichen Anteil an der Organisation und Leitung der Pflanzenworkshops von uns. Es ist schön, eine Leidenschaft weiterzugeben, vorallem wenn Lernfreude da ist. Bald bin ich mit meiner Ausbildung zur Kräuterhändlerin und Phytotherapeutin fertig, denn ich bin im 3. Jahr an der Ecole Lyonnaise des Plantes medicinale (Heilpflanzenschule Lyon).

Die Pflanze interessiert mich darüberhinaus in ihrer Gesamtheit und alle Aspekte nehmen mich damit gefangen, weshalb ich auch diese Ausbildung aufgenommen habe, denn man kann eine Pflanze nicht einem alleinigem Zweck zuordnen. Gern beschäftgie ich mich mit allen ihren Facetten und sie als Lebewesen zu betrachten, das an seinen dazugehörenden Platz gebunden ist.

Nun, das ist diese Leidenschaft, diese Hingabe und Dankbarkeit der Pflanzenwelt und der Natur, sodaß ich Lust habe, es mit anderen zu teilen, Großen un Kleinen.

Françoise Marmy und François Couplan leben in der Schweiz im Kanton Freiburg mit ihren beiden Kindern Sylvain (12) und Melissa (9).

 

Schauen Sie ins Album zu einigen Familienphotos
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dernière mise à jour le jeudi 5 mai, 2005 23:47